Jahrestagung 2025 – 20 Jahre Sicherheitspartnerschaft im Städtebau in Niedersachsen (SiPa)
Sichere Räume - lebenswerte Räume: Europäische Ansätze und Perspektiven
Fachvorträge:
Designing Out Crime – University of Salford, UK
Referent:innen:

Caroline L. Davey

Andrew B. Wootton
Beschreibung (DE)
Jenseits vermeintlicher „Patentlösungen“ untersucht dieser Vortrag, warum die Zukunft der Kriminalprävention darin liegt, Prozesse neu zu denken – nicht nur die Ergebnisse.
Die Professoren Caroline Davey und Andrew Wootton gewähren Einblicke in erfolgreiche europäische Praxisbeispiele, in denen menschenzentriertes Design ganze Nachbarschaften, die Polizeiarbeit und öffentliche Räume verändert hat. Von gemeinsamer Entwicklung an der Basis bis hin zu innovativen Werkzeugen für kreative Sicherheitslösungen zeigen sie, wie neues Denken zu sichereren und lebenswerteren Orten führen kann – nachhaltig und wirkungsvoll.
Angaben zu den Referent:innen (DE)
Prof. Caroline L. Davey und Prof. Andrew B. Wootton leiten das Design Against Crime Solution Centre an der University of Salford – ein international anerkanntes Zentrum für menschenzentrierte Designinnovation in den Bereichen Sicherheit und Kriminalprävention. Sie verfügen über mehr als 20 Jahre Erfahrung in der Durchführung britischer und europäischer Forschungs- und Innovationsprojekte, die komplexe gesellschaftliche Herausforderungen adressieren – darunter die von der EU geförderten Projekte Cutting Crime Impact (CCI) und Engage2innovate (E2i) (www.Engage2Innovate.eu). Ihre Arbeit – in enger Kooperation mit Strafverfolgungs- und Sicherheitsbehörden in ganz Europa – hat praxisnahe, kontextspezifische Instrumente und Ansätze hervorgebracht, die Sicherheit verbessern, Vertrauen fördern und die Wirksamkeit von Sicherheitsinnovationen in der Praxis steigern.
Praktische Werkzeuge stehen auf der CCI-Webseite zum Download bereit: https://www.cuttingcrimeimpact.eu/cci-toolkits/
Description (EN)
Beyond the ‘silver bullets’, this lecture explores why the future of crime prevention lies in rethinking the process, not just the product. Professors Caroline Davey and Andrew Wootton take you inside real European success stories where human-centred design transformed communities, police practice, and public spaces. From frontline co-creation to bold new tools for innovation, they’ll show how fresh thinking can deliver safer, more liveable places that last.
Information about the speakers (EN)
Professors Caroline L. Davey and Andrew B. Wootton lead the Design Against Crime Solution Centre at the University of Salford — an internationally recognised hub for human-centred design innovation in security and crime prevention. They have over 20 years’ experience delivering UK and European research and innovation projects that tackle complex societal challenges, including the EU-funded Cutting Crime Impact (CCI) and Engage2innovate (E2i) projects (www.Engage2Innovate.eu). Their work, undertaken in partnership with law enforcement and security agencies across Europe, has produced practical, context-specific tools and approaches that improve safety, foster trust, and increase the real-world impact of security innovations. Practical tools are available for download from the CCI website (https://www.cuttingcrimeimpact.eu/cci-toolkits/).
Extensive Regeneration in Danish non-profit Housing
Referent:

Claus Blech-Danielsen
Beschreibung (DE)
Im Jahr 2018 verabschiedete das dänische Parlament das sogenannte „Parallel Society Act“ („Gesetz zur Verhinderung von Parallelgesellschaften“). Dieses Gesetz verpflichtet bis zum Jahr 2030 zu einer umfassenden baulichen und städtebaulichen Erneuerung in 17 benachteiligten Wohngebieten Dänemarks.
Wohnblöcke werden abgerissen, neue Wohnungen errichtet, und Infrastruktur sowie Außenräume werden neu gestaltet.
Der Vortrag präsentiert die ersten Ergebnisse dieses weitreichenden Transformationsprozesses.
Angaben zum Referenten (DE)
Claus Bech-Danielsen, Architekt, Ph.D. und Professor an der Aalborg University, bekleidet mehrere Vertrauenspositionen in der skandinavischen Forschungslandschaft, ist Vorsitzender verschiedener Think Tanks und wurde für seine Forschung und Publikationen mehrfach ausgezeichnet.
Bech-Danielsen leitet derzeit (2019–2030) das Forschungsprogramm, das die laufenden Veränderungsprozesse in den 15 sozial am stärksten benachteiligten Wohngebieten Dänemarks wissenschaftlich begleitet.
Description (EN)
In 2018 The Danish Parliament implemented the ‘Parallel Society Act’. This law requires extensive physical regeneration in 17 disadvantaged housing estates in Denmark until 2030. Housing blocks are demolished, new housing units are built, and infrastructure and outdoor spaces are developed. This presentation will report on the preliminary results.
Information about the speaker (EN)
Claus Bech-Danielsen, architect PhD., professor, Aalborg University. Holds several positions of trust in the Scandinavian research community, chairman in Think Tanks, and have received awards for his research and publications. Bech-Danielsen is currently (2019-2030) head of research in a major research project that follows the ongoing transformations in the 15 most disadvantaged housing areas in Denmark.
Perspektiven der Quartiersentwicklung – Der Soziale Masterplan im Lok-Viertel Osnabrück
Referent:innen:

Friedemann Pannen
Stadt & Land Osnabrück

Dorit Neuhaus
Beschreibung
Der Vortrag skizziert die wesentlichen Inhalte sowie die kooperative Erarbeitung des Sozialen Masterplans im Lok-Viertel Osnabrück. Durch die Definition zentraler Zielsetzungen und Maßnahmen trägt dessen Umsetzung bereits vor Baubeginn maßgeblich dazu bei, ein lebenswertes Quartier mit hoher Aufenthaltsqualität entstehen zu lassen.
Angaben zu den Referent:innen
Friedemann Pannen ist Pastor und Diplom-Sozialwirt. Als theologischer Geschäftsführer leitet er die Diakonie Osnabrück Stadt und Land (https://www.diakonie-os.de/) mit über 2.000 Mitarbeitenden in verschiedenen Arbeitsfeldern der Sozialwirtschaft. Er verantwortet neben dem Personalwesen insbesondere das Innovationsmanagement und die Digitalisierungsstrategie des Unternehmens und publiziert dazu und zu weiteren Themen des Managements regelmäßig.
Durch über 35 Jahren Berufs- und Leitungserfahrung im Kontext Sozialer Arbeit verfügt er über ein fundiertes gesellschaftspolitisches Fachwissen, das er in diversen Fachvorträgen vermittelt und zur Entwicklung innovativer Lösungsansätze für aktuelle soziale Herausforderungen einsetzt.
Seit der Gründung ist er Vorstandsvorsitzender des LOK-IN e.V., welcher gemeinsam mit der Stadt Osnabrück und der Lok-Viertel-OS GmbH den Sozialen Masterplan für das Lok-Viertel entwickelt hat nun federführend dessen Umsetzung begleitet.
Dorit Neuhaus ist Sozialwissenschaftlerin und Wirtschaftsethikerin mit Spezialisierung auf soziale Dienstleistungen. Als ausgebildete Expertin in den Bereichen Gemeinwesenarbeit und Freiwilligenmanagement entwickelt und koordiniert sie Ansätze, um Sozialräume analytisch zu erfassen und Veränderungsprozesse anzustoßen.
Im Lok-Viertel hat sie wesentlich an der Erarbeitung des Sozialen Masterplans mitgewirkt und verantwortet als Projektmanagerin des LOK-IN e.V. gemeinsam mit der Lok-Viertel-OS GmbH dessen Umsetzung. Auch über die Fertigstellung des Lok-Viertels hinaus wird Sie die Einhaltung und Weiterentwicklung des Sozialen Masterplans operativ und strategisch begleiten.
Schlussimpulse & Blick nach vorn
Referent:

Tim Rieniets
Angaben zum Referenten
„Stadt nennen wir den Zustand, wenn einander fremde Menschen auf engem Raum und zum gegenseitigen Vorteil zusammenleben. Städtebau hat die Aufgabe, die räumlichen Grundlagen dafür zu schaffen, dass dieser Zustand eintreten kann.“ Mit diesen Sätzen beschreibt Tim Rieniets sein Berufsverständnis. Er ist seit 2018 Professor am Institut für Entwerfen und Städtebau an der Leibniz Universität Hannover. Er studierte Architektur in Braunschweig, Delft und Berlin. 2003 bis 2013 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Departement Architektur der ETH Zürich und hatte 2012 eine Gastprofessur an der TU München inne. Von 2013 bis 2018 war er Geschäftsführer der Landesinitiative StadtBauKultur NRW. In dieser Zeit initiierte er zahlreiche Studien, Pilotprojekte und Kampagnen zu aktuellen Themen in Architektur und Stadtentwicklung und prägte den baukulturellen Diskurs. Neben seinem derzeitigen Forschungsschwerpunkt im Bereich der nachhaltigen Stadt- und Immobilienentwicklung befasst sich Tim Rieniets in Forschung und Lehre mit stadtsoziologischen Fragen an der Schnittstelle von Alltagspraxis und städtischem Raum.
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